Chinas Schwefelpreise gaben am Wochenende nach, zogen am 11. März aber wieder an, weil die Endverbraucher ihre Käufe verstärkten.
Einige Phosphathersteller wollen zwar ihre Auslastung senken und weniger Rohstoffe einkaufen, weil Schwefel für sie kaum noch bezahlbar ist. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern muss vor der Frühjahrsdüngung aber weiterhin eine Nachfragelücke geschlossen werden. Die Weiterverarbeiter kaufen deshalb weiter, während die Anbieter in den Häfen nur begrenzte Mengen abgeben, um die Preise nach oben zu treiben.
Bei den neuen Importen hat ein internationales Handelshaus mehreren Marktquellen zufolge Ende vergangener Woche kanadische Ware zu 270 $/t CFR verkauft. Gerüchten nach soll ein Abschluss auch bei 275 $/t CFR zustande gekommen sein, was sich bis Redaktionsschluss jedoch nicht bestätigen ließ.
Wie bereits in der Vorwoche gemeldet, hatten Händler vor zwei Wochen eine Ladung kanadischer Ware zu 240 $/t CFR Jangtse gekauft. Der Importpreis ist damit binnen zwei Wochen um 30 $/t gestiegen.
Der Spotpreis für Schwefel im Hafen wird mit rund 2.340–2.350 RMB/t FCA (323–325 $/t) angegeben
Das sind 10 RMB/t (1 $/t) mehr als in der Vorwoche. Der aktuelle Hafenpreis entspricht einem Lieferpreis von rund 278 $/t CFR und liegt damit 8 $/t über dem Importpreis am Jangtse.
Die gesamten Schwefelbestände in Chinas Häfen erhöhten sich bis zum 12. März 2025 um 27.000 t auf 1,872 Mio. t.
In den Häfen am Jangtse stiegen die Bestände um 7.000 t auf 638.000 t, im Hafen Dafeng um 23.000 t auf 423.000 t.
Sinopecs Puguang, Chinas größter Schwefelproduzent, hat in dieser Woche seine Hafenpreise und die Werkspreise in Dazhou angehoben. Die Tagesproduktion liegt bei rund 5.500 t. Im Hafen Wanzhou verlangt der Verkäufer derzeit 2.320 RMB/t FCA (320 $/t) und damit 180 RMB/t (25 $/t) mehr als in der Vorwoche.
Ab Werk Dazhou werden 2.200 RMB/t EXW (304 $/t) für Lkw-Mengen und 2.230 RMB/t EXW (308 $/t) für Bahnmengen genannt. Beide Preise liegen 180 RMB/t (25 $/t) über dem Vorwochenniveau.
