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Markt / Wochennotizen
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Mehrere Schwefelpreise ziehen an, obwohl weltweit kaum gehandelt wird

Mehrere Schwefelnotierungen sind in dieser Woche gestiegen, obwohl weltweit nur wenige Geschäfte abgeschlossen wurden.

Das derzeitige Preisniveau hat sich seit dem 3. Quartal 2024 aus mehreren Faktoren aufgebaut: der stabilen Nachfrage aus Indonesien, Chinas Bereitschaft, höhere Preise zu zahlen, und dem Angebot aus dem Nahen Osten und Kanada, das den Bedarf in Asien bediente.

Die Notierung für China wurde angehoben, obwohl es keine bestätigten Abschlüsse gab.

China scheint weniger Ware aus dem Nahen Osten zu kaufen und sich stattdessen in anderen Regionen wie Turkmenistan einzudecken. Dieser Trend setzte sich in dieser Woche fort: Der einzige bestätigte Abschluss betraf kleine Partien russischer Ware, die die Kriterien der CRU-Methodik nicht erfüllen.

In der Vorwoche hatte der FOB-Spotpreis im Nahen Osten 285 $/t erreicht. Seither wurde aus der Region nur wenig verkauft. Die Marktteilnehmer wollten vor festen Mengenzusagen zunächst die Monatspreise abwarten, allen voran den Qatar Sulphur Price (QSP). In dieser Woche weitete sich die FOB-Notierung für den Nahen Osten auf 275–285 $/t FOB aus. Der QSP für April wurde am 27. März mit 275 $/t FOB bekannt gegeben. Das sind 73 $/t mehr als der Märzpreis, aber weniger als die Notierung der Vorwoche.

Den einzigen Abschluss mit Ware aus dem Nahen Osten verzeichnete Indonesien: Mehreren Marktteilnehmern zufolge kaufte PT QMB zu 300 $/t CFR. Mit seiner kontinuierlichen Nachfrage hat Indonesien maßgeblich zum derzeitigen Preisniveau beigetragen. In der Vorwoche hieß es noch, das Land habe nur kleine Mengen gekauft, die nicht der CRU-Methodik entsprachen. Der Kauf in dieser Woche könnte dagegen auf eine Rückkehr zum gewohnten Geschäft hindeuten, zumal sich die Spanne für den Nahen Osten ausgeweitet hat.

Auch für Indien wurde die Notierung trotz weniger Abschlüsse angehoben. Die Marktteilnehmer stellen sich auf das aktuelle FOB-Niveau im Nahen Osten ein, das die Lieferpreise für Indien nach oben gedrückt hat. Die aktuellen Angebote haben die Preise steigen lassen, weil der Markt davon ausgeht, dass neue Geschäfte nur noch in der neu signalisierten Spanne zustande kommen.

Die FOB-Notierung für die Ostsee wurde auf Grundlage von Marktindikationen angehoben, gehandelt wird dort weiterhin wenig. Die Europäische Kommission hatte mit dem 16. Sanktionspaket gegen Russland ein vollständiges Transaktionsverbot für den Hafen Ust-Luga beschlossen, was einen Monat lang für Unsicherheit sorgte. Nun hat die Kommission klargestellt, dass Schwefel, ob aus Russland oder aus einem Drittland, von dem Verbot ausgenommen ist. Das könnte das Geschäft aus der Region beleben. Allerdings ist der Handel dort seit Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts nach allgemeiner Einschätzung immer komplizierter geworden.

Die Tampa-Kontraktpreise in den USA für das zweite Quartal 2025 wurden Marktquellen zufolge bei 270 $/lt FOB festgelegt, 105 $/lt mehr als im 1. Quartal 2025.

Zuerst auf LinkedIn veröffentlicht. Die genannten Preise sind Marktbewertungen der jeweiligen Woche und kein aktuelles Angebot.Auf LinkedIn öffnen →

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