Wie schon in den vergangenen drei Wochen bewegte sich am internationalen Schwefelmarkt kaum etwas. Weltweit fehlten Abschlüsse, sodass die Marktteilnehmer keine klare Preisrichtung erkennen konnten.
Chinas Inlandspreise liegen weiterhin unter dem Niveau von vor drei Wochen, bei den Preisen für internationale Importladungen hat sich das aber nicht niedergeschlagen. Indonesien kaufte innerhalb der zuvor veröffentlichten Spanne.
Wichtigster Treiber des derzeitigen Preisniveaus war die starke Nachfrage in Asien. Von Ende 2024 bis in die ersten Monate von 2025 deckten sich die Käufer vor allem im Nahen Osten und in Kanada ein. Nach dem Mondneujahr legten die Preise in China und Indonesien eine deutliche Rally hin. Vor einem Monat begann sich das Blatt zu wenden, als der Preisanstieg in Asien an Tempo verlor.
In China hat die Nachfrage nachgelassen, weil die Phosphat-Exportpolitik des Landes weiterhin ungewiss ist. Die Inlandspreise schwankten stark, liegen aber nach wie vor unter dem Niveau von vor vier Wochen. Da sie derzeit einem Lieferpreis von rund 278 $/t CFR entsprechen, haben die Käufer wenig Anlass, sich am Weltmarkt einzudecken.
Anders Indonesien: Nachdem das Land seine Käufe drei Wochen lang zurückgefahren hatte, kehrte es Ende vergangener Woche an den Markt zurück. Es sicherte sich drei Ladungen, alle innerhalb der veröffentlichten Spanne. Die Spotnotierung blieb daher in dieser Woche unverändert.
Auch die Notierungen für den Nahen Osten und Vancouver blieben erneut unverändert. In beiden Regionen sind die Preise seit mehr als einem Monat stabil. Wegen der schwächeren Nachfrage aus Asien wird weniger gehandelt.
Bewegung könnte in die Notierung für den Nahen Osten kommen, falls sich bestätigt, dass die jüngste Ausschreibung in Katar über dem derzeit veröffentlichten Niveau vergeben wurde. Ob das unmittelbar auf die Lieferpreise in ganz Asien durchschlagen würde, ist allerdings fraglich, da Indonesien erst kürzlich eingekauft hat.
Auch in Brasilien blieben die Preise in dieser Woche unverändert. Die Käufer verhalten sich im aktuellen Preisumfeld überwiegend abwartend, nur um den Februar herum gab es eine kurze Belebung. Damals wurden kleine Mengen gekauft, um den dringendsten Bedarf zu decken.
Eine Ausschreibung von CMOC könnte eine Preiswende signalisieren, falls sie tatsächlich unter dem aktuell veröffentlichten Niveau vergeben wurde. Bis Redaktionsschluss ließ sich das jedoch nicht überprüfen.
Alle übrigen Schwefelnotierungen blieben unverändert, was den Eindruck eines stagnierenden Marktes verstärkt. Maßgeblich für den Stillstand ist die schwache Nachfrage in Asien, denn ohne Abschlüsse fehlt die Orientierung für die Preisentwicklung.
Die Marktteilnehmer verfolgen daher die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibungen genau, insbesondere im Nahen Osten und in Südamerika, und hoffen auf einen klareren Anhaltspunkt für die künftige Preisrichtung.
