Mehrere Referenznotierungen für Schwefel sind in dieser Woche gestiegen, weil die Märkte auf die festere Nachfrage in Asien reagieren. Importschwefel verteuerte sich in China und in den meisten Lieferregionen.
Am stärksten bewegte sich der Mittelmeerraum, wo die Preise nach den jüngsten Ausschreibungen um rund 20 $/t zulegten. Im Nahen Osten und in Indonesien blieben die Preise dagegen stabil.
In China stiegen die Importpreise, als nach rund drei Wochen mit wenigen Abschlüssen wieder mehr gehandelt wurde. Gemeldet wurden Geschäfte um 310–315 $/t CFR. Die Inlandspreise waren zuvor gestiegen und entsprachen in der Vorwoche, als die Diskussion über Exportquoten begann, rund 310 $/t CFR. In dieser Woche ließ das Inlandsgeschäft jedoch nach, da der Markt auf die endgültige Bestätigung der Quoten wartete. Die Preise gaben auf 2.570–2.600 RMB/t FCA nach, was etwa 308 $/t CFR entspricht. Sobald die Quoten feststehen, dürften mehr Importgeschäfte zustande kommen. Die aktuellen Inlandsbestände von 2,06 Mio. t könnten den Spielraum für höhere Weltmarktpreise allerdings begrenzen.
Auch in Vancouver haben die Schwefelpreise angezogen. Lokalen Marktteilnehmern zufolge ging mindestens eine Partie kanadischer Ware nach China. Die Region ist seit Ende des vergangenen Jahres ein wichtiger Lieferant für die wachsende Nachfrage in Asien, und der Markt rechnet zuversichtlich mit mehr Nachfrage aus China.
Im Nahen Osten blieben die Preise stabil, mindestens ein Verkauf nach China wurde gemeldet.
Die Region beliefert China zwar regelmäßig, seit China jedoch weniger kauft, ist Indonesien ihr wichtigstes Ziel. Mit steigender Nachfrage dürften die Mengen aus dem Nahen Osten nach China wieder zunehmen. Entscheidend ist jedoch, ob China zu den aktuellen Preisen kaufen will oder lieber auf kanadische Ware ausweicht, und ob Indonesien, dessen Lieferpreis in dieser Woche unverändert notiert wurde, bereit ist, um die Mengen mitzubieten.
Im Mittelmeerraum stiegen die Preise auf FOB- wie auf CFR-Basis um rund 20 $/t, nachdem mehrere Ausschreibungen vergeben worden waren. Die Nachfrage in der Region ist beständig, während sich das Angebot weiter verknappt. Der Preis tendiert weiterhin leicht fest. Marktquellen zufolge könnte der Handel jedoch nachlassen, falls die jüngsten Ausschreibungen den Bedarf weitgehend gedeckt haben.
In Indien verengte sich die Spanne von 290–310 in der Vorwoche auf 300–310 $/t CFR, obwohl wenig gehandelt wird und die Nachfrage verhalten ist. Die Angebote ziehen an und zwingen den Markt, mit anderen Abnehmerregionen mitzuhalten. Die Käufer dürften in den kommenden Wochen zwar an den Markt zurückkehren, nach Einschätzung von Marktteilnehmern aber eher zurückhaltend und mit wachsamem Blick auf die Verfügbarkeit.
