Die Schwefel-Spotpreise blieben in dieser Woche bei sehr dünnem Handel stabil. In China sorgte die Aussicht auf eine zweite Runde von Phosphat-Exportquoten für einige Käufe, während die übrigen Märkte abwarteten, da die meisten Käufer kurzfristig eingedeckt sind.
In China zog der Inlandspreis in Erwartung der zweiten Quotenrunde fast die ganze Woche über an, bevor er sich ab dem 16. Juli wieder abkühlte. Er entspricht derzeit einem Niveau von rund 283 $/t CFR, die jüngsten Käufe von Importware blieben jedoch unter dem 280-Dollar-Bereich je Tonne CFR. Die Spanne verengte sich in dieser Woche am unteren Ende.
Für Indonesien wurden in dieser Woche keine Abschlüsse gemeldet. Mehreren Marktteilnehmern zufolge können die Käufer abwarten, da sie mindestens bis Juli eingedeckt sind.
Der Markt dürfte sich zurückhalten, bis Klarheit über Chinas neue Phosphat-Exportquote besteht.
Die Spotpreise im Nahen Osten wurden auf Basis des letzten Abschlusses nach China unverändert notiert. Die Verfügbarkeit in der Region gilt als gut. Branchenquellen zufolge könnten die jüngsten Käufe besonderen Umständen geschuldet sein. Entscheidend für die künftige Preisrichtung bei Schwefel werde sein, welche Mengen die zweite Runde der Phosphat-Exportquoten umfasst. Die Quartalskontrakte wurden bei 239–265 $/t FOB abgeschlossen.
Im Mittelmeerraum ist es sehr ruhig, die Käufer sind eingedeckt und die Nachfrage nach Schwefel ist äußerst gering. Da in dieser Woche keine Abschlüsse gemeldet wurden, blieben die Preise unverändert. Im übrigen Europa stiegen die Quartalskontrakte für Flüssigschwefel gegenüber dem 2. Quartal um 16 $/t.
In Amerika wurden die Preise für die US-Golfküste, Vancouver und Brasilien bei geringem Geschäft unverändert notiert.
In Brasilien sollte die Ware für die jüngste Ausschreibung von CMOC, deren Ankunft in Santos für die zweite Augusthälfte geplant ist, eigentlich aus der FSU kommen. Lokalen Branchenquellen zufolge könnte sie nun jedoch aus dem Nahen Osten stammen, was allerdings nicht bestätigt ist.
In Indien hat die Nachfrage nachgelassen, und die Marktindikationen deuten auf niedrigere Preise hin. Marktteilnehmer erwarten trotzdem keine Belebung der Nachfrage vor etwa Mitte August, da die Lagerbestände als ausreichend gelten.
Kurzfristiger Ausblick: Die Schwefelpreise dürften sich weltweit auf ähnlichem Niveau halten, bis Klarheit über eine mögliche zweite Runde von Phosphat-Exportquoten in China besteht. Indonesien ist größtenteils mindestens bis Juli eingedeckt und dürfte abwarten. China könnte zwar am Weltmarkt auftreten, seine Lagerbestände dürften einen sprunghaften Anstieg der Importnachfrage aber verhindern.
