Die Schwefelpreise sind in dieser Woche weiter gestiegen, Abschlüsse nach Indonesien und China erreichten 400 $/t CFR. Die Angebote aus dem Nahen Osten zogen umgehend nach, gestützt von der Vergabe der jüngsten Ausschreibung von QatarEnergy.
Nach Indonesien soll Ende vergangener Woche ein Geschäft zu 400 $/t CFR abgeschlossen worden sein.
Marktteilnehmern zufolge dürfte die Nachfrage bis in den November anhalten, auch wenn in dieser Woche wenig gehandelt wurde. Die Preise dürften im Aufwärtstrend bleiben, zumal mehrere Käufer offenbar nicht über die Importlizenzen verfügen, die für einen Umstieg auf Schwefelsäure nötig wären.
Auch nach Südchina soll Anfang der Woche ein Geschäft zum selben Preis von 400 $/t CFR zustande gekommen sein, seither ist die Nachfrage jedoch verhalten.
Mit dem geschlossenen Exportfenster für Phosphat wird mit geringerer Nachfrage gerechnet, und tatsächlich wurde an den Jangtse-Häfen wenig gehandelt. Branchenvertretern zufolge dürften künftige Importgeschäfte kurzfristig aber nur zu höheren Preisen zustande kommen.
Die Angebote für Ware aus dem Nahen Osten nach China und Indonesien sollen inzwischen bei rund 340 $/t CFR liegen. Gestützt wird dieses Niveau von der jüngsten Ausschreibung von QatarEnergy, die Hinweisen zufolge über 400 $/t FOB vergeben wurde. Die Marktteilnehmer rechnen dennoch mit wenigen Abschlüssen, bis die Monatspreise im Nahen Osten demnächst veröffentlicht werden. Abgesehen von der Vergabe der katarischen Ausschreibung wurden die jüngsten Geschäfte im Nahen Osten zu Preisen abgeschlossen, die rund 20 $/t niedriger lagen und die Notierung dieser Woche bestimmten.
In Brasilien zogen die Preise mit dem jüngsten Abschluss über Ware von der US-Golfküste an. Anfang der Woche soll bei einer Ausschreibung von CMOC allerdings nur ein einziges Angebot eingegangen sein, und zwar zu einem Preis über 400 $/t CFR. Branchenquellen zufolge wurde die Ausschreibung aufgehoben, und auch die anschließenden Verhandlungen scheiterten. Bis Redaktionsschluss ließ sich das jedoch nicht überprüfen.
Die feste Stimmung zeigt sich selbst in Märkten, in denen zuletzt wenig gehandelt wurde.
Im Mittelmeerraum blieben die Preise in dieser Woche unverändert. Der Markt wartet jedoch auf das Ergebnis der Ausschreibung der libyschen NOC, deren Vergabe für Montag vorgesehen ist. Die Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Preise dem weltweiten Trend folgend steigen.
Kurzfristiger Ausblick: Die Stimmung am Schwefelmarkt dürfte in den kommenden Wochen fest bleiben. Chinas Nachfrage wird mit dem geschlossenen Exportfenster für Phosphat zwar voraussichtlich zurückgehen, Indonesien dürfte aber bis zum Jahresende als Käufer präsent bleiben. Zugleich wird das Angebot an Ware aus der FSU kurzfristig voraussichtlich knapp bleiben.
