Die meisten Schwefelnotierungen blieben in dieser Woche unverändert. Ausnahme waren Chinas Inlandspreise, die wegen schwächerer Nachfrage nachgaben.
In China fielen die Inlandspreise gegenüber der Vorwoche um 130 RMB/t (18 $/t), was einem Lieferpreis von etwa 272 $/t CFR entspricht. Sowohl die Landwirtschaft als auch die Industrie fragen weniger nach. Gründe sind die Unsicherheit über Zölle und Exportbeschränkungen sowie die nahende Nebensaison nach der Frühjahrsdüngung.
Die internationalen Angebote blieben in dieser Woche dennoch stabil bei 290–300 $/t CFR, auch wenn am Jangtse keine Abschlüsse verzeichnet wurden.
In den vergangenen Monaten waren die Preise in China stetig gestiegen. Getragen wurde das von der beständigen Nachfrage aus dem Land selbst und aus Indonesien, vor allem nach Ware aus dem Nahen Osten und Kanada. Um sich für die Frühjahrssaison einzudecken, musste China mit Indonesien um Mengen konkurrieren, was die Preise in die Höhe trieb. Vor zwei Wochen hat sich der Anstieg der Lieferpreise für Indonesien und China jedoch verlangsamt.
Aus Indonesien wurden in dieser Woche nur wenige Abschlüsse gemeldet. Eine Ausschreibung von PT Lygend soll jedoch innerhalb der aktuellen Spanne vergeben worden sein und hat die Preise gestützt.
Möglicherweise geht Indonesien zu einem gleichmäßigeren Einkaufsverhalten über und kauft lieber regelmäßig, statt zwischen Spitzen und Flauten zu schwanken. Im aktuellen Umfeld dürfte das allerdings schwierig werden, denn starke Preisausschläge können die Nachfrage weltweit sowohl anheizen als auch bremsen.
Die Preise im Nahen Osten blieben die dritte Woche in Folge unverändert. Die Region beliefert Indonesien regelmäßig, und die derzeitige Flaute in Asien hat die Spotpreise dort stabil gehalten. Die Monatspreise von Kuwait Petroleum Corporation, Adnoc und QatarEnergy Marketing wurden in einer Spanne von 275–280 $/t FOB veröffentlicht. Die Kontrakte für das 2. Quartal wurden mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 90 $/t bei 240–250 $/t FOB abgeschlossen.
In Nordwesteuropa wurden die Kontrakte für Flüssigschwefel für das zweite Quartal 2025 mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 60 $/t gegenüber der Spanne des 1. Quartals abgeschlossen. Für das 2. Quartal gelten nun 234–264 $/t CFR für Binnenschiff- und Kesselwagenlieferungen im Benelux-Raum sowie 254–294 $/t CPT für Lkw-Ladungen in Nordwesteuropa.
Da alle übrigen Referenznotierungen gegenüber der Vorwoche unverändert blieben, richtet sich der Blick nun darauf, ob der Rückgang der chinesischen Inlandspreise auf die kommenden Abschlüsse am Weltmarkt durchschlägt. Offen ist, ob die internationalen Preise nachgeben oder genügend Rückhalt finden, um sich weiter langsam nach oben zu bewegen.
