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Lion Global Sulphur
Markt / Wochennotizen
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Nach dem Anstieg der Vorwoche: Schwefelpreise stabil, China und Indonesien werden vorsichtiger

In der Vorwoche waren mehrere Referenznotierungen für Schwefel gestiegen. Getragen wurde die Zuversicht von den Erwartungen an Chinas Phosphat-Exportquoten und an eine stärkere Nachfrage aus Asien. In dieser Woche blieben die meisten Preise stabil: Die Erwartungen haben sich abgekühlt, und sowohl China als auch Indonesien zeigen sich bei den Preisen für neue Importware vorsichtiger.

In China bleibt das Geschäft verhalten, während sich die Branche auf die neu festgelegten Phosphat-Exportquoten einstellt, die Berichten zufolge mengenmäßig unter dem Vorjahr liegen. Die Inlandspreise sind auf 2.480–2.490 RMB/t FCA gefallen, was etwa 297 $/t CFR entspricht. Die internationalen Importangebote liegen dagegen weiterhin über 300 $/t CFR. Bei diesem Preisgefälle haben chinesische Käufer wenig Grund, sich im Ausland umzusehen, und auch im Inland wird weniger gekauft.

Indonesien hält sich zurück. Bis vor etwa zwei Wochen war das Land am Weltmarkt regelmäßig präsent. Dann ließ das Geschäft nach, weil unklar war, wann China seine Phosphatquoten freigibt. Seither hat die Nachfrage weiter nachgelassen, und die Käufer warten überwiegend ab.

Die schwächere Nachfrage in ganz Asien sorgt auch in anderen Regionen für stabile Preise. Kanada und der Nahe Osten blieben unverändert. In der Vorwoche hatten Abschlüsse die Preise noch steigen lassen. Nun stellt sich laut Marktteilnehmern angesichts der nachlassenden Nachfrage in Asien die Frage, ob die übrigen Regionen dieses Niveau halten können.

In Vancouver wurde die Notierung bei geringem Geschäft unverändert belassen. Im Nahen Osten soll die jüngste Ausschreibung von QatarEnergy Branchenquellen zufolge am oberen Ende der aktuellen Spanne vergeben worden sein. Der endgültige Zuschlagspreis ließ sich bis Redaktionsschluss jedoch nicht bestätigen.

Auch im Mittelmeerraum blieben die Preise nach dem Sprung um 25 $/t in der Vorwoche auf FOB- und CFR-Basis stabil. Die Nachfrage in der Region ist weiterhin solide, das Angebot hat sich verknappt.

Trotz der derzeitigen Ruhe ist die Stimmung leicht fest. Unmittelbar werden zwar keine weiteren Preiserhöhungen erwartet, eine klarere Richtung dürfte sich aber nach dem Ende der NOC-Ausschreibung Anfang kommender Woche abzeichnen.

In Brasilien zogen die Lieferpreise kräftig in den 290-Dollar-Bereich je Tonne CFR an. Auslöser war eine kürzlich vergebene Ausschreibung, bei der die Ware Marktquellen zufolge von der US-Golfküste stammen soll. Brasilien ist es gelungen, die Marke von 300 $/t CFR zu umgehen, indem es seine Käufe geschickt terminiert und Ware aus der FSU bezogen hat.

Auch in Indien wurde wenig gehandelt. Die Käufer halten sich vom Weltmarkt fern, da das Inlandsangebot den aktuellen Bedarf deckt. Mangels neuer Abschlüsse wurden die Lieferpreise für Indien unverändert notiert.

Zuerst auf LinkedIn veröffentlicht. Die genannten Preise sind Marktbewertungen der jeweiligen Woche und kein aktuelles Angebot.Auf LinkedIn öffnen →

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