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Schwefelmangel bei Pflanzen

Schwefel kommt in Pflanzen als Baustein von Aminosäuren (z. B. Cystin), Proteinen, Vitaminen, Enzymen und einigen flüchtigen Verbindungen wie Senföl vor. Er wird für die Bildung von Chlorophyll benötigt. Vielen Gemüsearten verleiht er ihren Geschmack. Er fördert die Entwicklung und Aktivität von Enzymen und Vitaminen. Er trägt zu einem besseren Wurzelwachstum und einer verbesserten Samenbildung bei. Er trägt zur Kräftigung der Pflanze und zu ihrer Kälteresistenz bei. Schwefel kann im Regenwasser enthalten sein, und Pflanzen können ihn auch aus dem Regenwasser aufnehmen. Schwefel ist ein Bestandteil organischer Substanzen. Daher kann er im Boden sowohl in organischer als auch in anorganischer Form vorkommen. Ein Großteil des Schwefels im Boden ist jedoch organisch gebundener Schwefel.

Pflanzen nehmen Schwefel über die Wurzeln in Form von Sulfationen (SO4²⁻) auf; über ihre Spaltöffnungen (Stomata) können sie ihn auch als Schwefeldioxid (SO2) aufnehmen. In der Pflanze wird Schwefel überwiegend nach oben transportiert; der Transport nach unten ist sehr begrenzt. Schwefel aus älterem Gewebe wird nicht in jüngeres Gewebe verlagert. Durch Bewässerung kann Schwefel aus dem Boden ausgewaschen werden; auch Bewässerungswasser kann Schwefel enthalten.

Schwefelmangel

Schwefelmangel ruft bei Pflanzen Symptome hervor, die denen eines Stickstoffmangels sehr ähnlich sind: eine gleichmäßige Vergilbung und hellgrüne Blätter. Der Unterschied besteht darin, dass die Vergilbung bei Schwefelmangel zuerst an den jungen Blättern auftritt, bei Stickstoffmangel dagegen an den älteren Blättern beginnt. Der Grund dafür ist, dass Schwefel nicht von den älteren in die jungen Blätter verlagert werden kann.

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